Am Sonntag, 22. Februar, traf sich die Gemeinde am Nachmittag zu einem Gottesdienst, den das Musik-Team vorbereitet hatte. Zur Aufführung kamen Lieder aus dem reichen Liederschatz der Christenheit, die von einem starkem Gottvertrauen Zeugnis ablegen.
„Keiner wird zuschanden, welcher Gottes harrt“, mit ihren frischen Stimmen eröffnete der Kinderchor den Gottesdienst, rhythmisch begleitet von der Kiddy-Band.
Matthias Erz, der durch den Gottesdienst führte, und Vorsteher Christoph Matulke erinnerten in ihren Ansprachen an die großen Lieder in der Heiligen Schrift, die Psalmen und das Lied Moses. Auch viele gottesfürchtige Menschen schrieben durch die Jahrhunderte Lieder, die von ihrem Gottvertrauen zeugten, von Kampf, Streit und Anbetung. Mehrere Glaubensgeschwister bezeugten in kurzen Videoclips, wie ihnen Lieder in Zeiten großer Not und innerer Kämpfe, aber auch im alltäglichen Leben, zu Trost und Hilfe wurden. Einige dieser Lieder erklangen während des Gottesdienstes.
Vor über 370 Jahren verfasst, aber zeitlos aktuell und glaubensstärkend, so erlebte eine Teilnehmerin das Lied „Befiehl du deine Wege und was dein Herze kränkt“, geschrieben von Paul Gerhard.
„Der Text, gedichtet nach Psalm 37,5, hat mich ermutigt, Verhältnisse in meinem Leben anzunehmen und dafür dankbar zu werden, die ich mir völlig anders vorgestellt hatte.“
Ein Kurzfilm informierte über das Leben und Wirken des bekannten Liederdichters, der während des Dreißigjährigen Krieges lebte und persönlich ein schweres Schicksal zu verkraften hatte. Ausdrucksvoll trugen eine Solistin und der Chor einige Strophen vor.
Der folgende Beitrag war dem Theologen Dietrich Bonhoeffer gewidmet. Ein Kurzfilm vermittelte Einblicke in sein Leben und anschließend trug der Chor das ergreifende Lied „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ vor. Eine Ausstellung über das Leben und Wirken Bonhoeffers, von DCG Fulda leihweise zur Verfügung gestellt, konnte nach dem Gottesdienst besichtigt werden.
Im Anschluss versammelte sich die große Jugendgruppe auf der Bühne und stimmte das Lied an: „Harre meine Seele, harre des Herrn!“ Besonders die Zeilen: „Wenn alles bricht, Gott verlässt dich nicht, größer als der Helfer ist die Not ja nicht“ wurden einer Familie zu großem Trost nach einem schweren Schicksalsschlag. Aus demselben Anlass entstand das Lied „Wir bitten dich, Gott“, das von einer Solistin ausdrucksstark in der Originalsprache Norwegisch vorgetragen wurde.
Nach dem gemeinsamen Schlusslied war bei Kaffee und Kuchen Zeit für Gemeinschaft und Gespräche sowie für den Besuch der Ausstellung. Viele Fotos, zahlreiche schriftliche und digitale Beiträge und prägende Zitate vertieften das Gehörte und hinterließen einen starken Eindruck.

