Über uns
Erfahren Sie mehr über unseren Glauben und unsere Grundsätze.
Die geistlichen Wurzeln unserer Bewegung gehen zurück auf den Pietismus, die Heiligungs- und die frühe Pfingstbewegung. Unsere Glaubensgrundlage ist auf der Bibel als der Heiligen Schrift gegründet, die von Gott eingegeben wurde und alles beinhaltet, was der Mensch für seine Erlösung braucht (2. Timotheus 3,16). Die Bibel ist verbindliche Grundlage für Glauben, Lehre und das Leben in unseren Gemeinden.
Wir teilen das Apostolische und das Nizänische Glaubensbekenntnis.
Wir glauben an Gott Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde.
Wir glauben an Jesus Christus, den eingeborenen Sohn Gottes, geboren vom Vater vor aller Zeit, empfangen vom Heiligen Geist und von der Jungfrau Maria in die Welt geboren.
Wir glauben, dass der Beistand, der Heilige Geist, uns lehren wird und uns an alles erinnern wird, was Jesus uns befohlen hat.
Die Glaubensgrundlage von der BCC/DCG ist in dem folgenden Dokument umfassend formuliert. Um einige der darin aufgeführten Begriffe zu erklären, wurde zudem ergänzend ein Glossar angefertigt.
Glaubensgrundlage GlossarDie darauf basierende Verkündigung ist hier einfach erklärt:
In unseren Gemeinschaften praktizieren wir die Taufe von Gläubigen, also von Menschen, die sich bewusst für ein Leben mit Jesus entschieden haben. Wir feiern das Abendmahl, segnen Kinder und führen Gottesdienste zur Segnung von Brautpaaren durch. Wir sind eine Laienbewegung und die Gemeindeleiter haben in der Regel keine theologische Ausbildung. In den Gottesdiensten können sich alle Gläubigen mit Gebet, Gesang und Wortbeiträgen beteiligen.
Kurz vor Beginn des 20. Jahrhunderts bekehrte sich der junge Marineunteroffizier Johan Oscar Smith während seines Marinedienstes zu Gott. Smith las in Gottes Wort, wie ein Christ leben sollte. Dass ihm dies in seinem eigenen Leben nicht gelang, war eine große Not für ihn. Auf der Suche nach Gemeinschaft traf er sich mit einigen anderen jungen Menschen zum gemeinsamen Gebet und Bibellesen. Zwei Jahre nach seiner Bekehrung erlebte er eine Geistestaufe, und das Wort Gottes wurde immer lebendiger für ihn.
Wenn er Landgang hatte, besuchte er christliche Versammlungen und Einzelpersonen in den Hafenstädten. Ihm ging es in erster Linie darum, ein treues Leben in Gemeinschaft mit Jesus Christus zu führen. Obwohl er selbst nie den Gedanken oder den Wunsch hatte, eine eigene Glaubensgemeinschaft zu gründen, entstanden auf diese Weise kleine Gruppen von Glaubensgeschwistern, die sich an mehreren Orten zu Gemeinden entwickelten. Heute hat die Glaubensgemeinschaft Mitglieder in rund 50 Ländern – verteilt auf alle Kontinente der Welt.
Als wesentlich für die Ausbreitung der Glaubensgemeinschaft in Deutschland und seinen Nachbarländern erwiesen sich die Philadelphia-Konferenzen (auch bekannt als Allianzkonferenzen) in Leonberg, wo seit den 1950er Jahren auch Vertreter der heutigen Brunstad Christian Church (BCC) teilnahmen und als Referenten beitrugen. Dort trafen sie auf junge Christen, die auf der Suche nach einer tieferen Beziehung zu Gott waren.
Von der Botschaft, ein Leben in der persönlichen Nachfolge Jesu zu führen, und davon, zu überwinden und zu siegen, wie ER gesiegt hat, fühlten sich die jungen Menschen angesprochen. Hierin fanden sie ihre neue geistliche Heimat. Die kleinen Hauskreise, die dabei entstanden, hielten Kontakt mit der heute als BCC bekannten Bewegung.
In den 1960er Jahren entstanden daraus erste Gemeinden in Deutschland. Ab den 1970er Jahren ließen sich Gemeinden als offizielle Vereine eintragen. Rasches Wachstum machte es erforderlich, eigene Grundstücke zu erwerben. Meist in Eigenarbeit bauten die Mitglieder Gemeindesäle. In Blaubeuren bei Ulm entstand das überregionale Konferenzzentrum Hessenhöfe als Treffpunkt für deutschsprachige sowie mittel- und osteuropäische Gemeinden.
Die Gründung des überregionalen Verbands – heute DCG Deutschland – erfolgte 1973 mit einem Eintrag ins Vereinsregister. Anlass dafür war der Bedarf, einen rechtlichen Rahmen für den Ausbau eines stillgelegten Gehöfts in Hessenhöfe, Blaubeuren, zum überregionalen Konferenzort zu schaffen.
Regelmäßige christliche Konferenzen, Kinderfreizeiten und Jugendkonferenzen verbanden die Ortsgemeinden seither. Eine überregionale organisatorische und praktische Zusammenarbeit blieb bis 1999 aber insgesamt eher unregelmäßig.
In den 1990er Jahren erlebten die Glaubensgeschwister einen geistlichen Aufbruch. Dies brachte eine innere Neuausrichtung mit sich und bewirkte zugleich eine Entwicklung hinsichtlich verschiedener Äußerlichkeiten, zum Beispiel in Bezug auf Form und Organisation sowie auf die eigentliche Gemeindearbeit.
Um die Jahrtausendwende begannen die Gemeinden sowohl in die Kinder- und Jugendarbeit als auch in die Zusammenarbeit auf Verbandsebene verstärkt zu investieren. Als eine Folge daraus treffen sich heute nun Ehrenamtliche aus allen deutschen Gemeinden halbjährlich. Sie tauschen sich über wichtige Aspekte des Gemeindelebens aus und legen einheitliche Vorgehensweisen für bestimmte Themen fest. Praktisch und geistlich ist diese Ausrichtung gewinnbringend: Sie festigt den Zusammenhalt untereinander und sorgt bei vielen Themen für bessere Ergebnisse. Inzwischen koordinieren die Gemeinden ihre Arbeit in vielen Bereichen überregional, etwa bei Medien, Übersetzung, Technik, Musik, Sport oder Kommunikation.
Mit dieser Ausrichtung waren auch die Voraussetzungen geschaffen, auf die Herausforderungen der Corona-Pandemie von deren Beginn an rasch und effektiv zu reagieren. 2020 stellten sowohl der Verband als auch die Ortsgemeinden ein hochwertiges, über Internet verbreitetes Angebot bereit.
2022 wurde der Verband DCG Deutschland Teil des Netzwerks der Evangelischen Allianz Deutschland.
Im Jahr 2023 feierte der Verband DCG Deutschland e. V. sein 50-jähriges Bestehen. In diesem Rahmen entstand eine Landingpage und eine Jubiläumsbroschüre, die hier zu sehen ist:
Wir begegnen allen Mitmenschen mit Wertschätzung und Achtung. Wir respektieren die Freiheit der Selbstbestimmung, sei es hinsichtlich der politischen Einstellung oder der Gestaltung des Familienlebens.
Durch die Vermittlung von christlichen Werten tragen wir dazu bei, dass unsere Mitglieder als verantwortungsvolle, engagierte Bürger einen positiven Beitrag für unsere Gesellschaft leisten.
Wir begegnen allen Mitmenschen mit persönlicher Nächstenliebe und Fürsorge. Gemäß dem Missionsbefehl Jesu ermutigen wir die Menschen, ein Leben als Jünger in der Nachfolge Jesu zu führen.
Vielfaches und gabenorientiertes Engagement ist Basis und Motor unserer gemeindlichen Arbeit und Ziele. Alle Mitglieder können aktiv am Gottesdienst-Geschehen und am Gemeindeleben teilnehmen und es mitgestalten.
Ehe zwischen Mann und Frau und daraus erwachsende Familien sind die Keimzelle einer funktionierenden Gesellschaft. Deshalb sind Familien und vor allem Kinder besonders schützenswert.
Wir verurteilen Gewalt, Mobbing und Missbrauch jeglicher Art. Dazu zählen gewalttätiges und belästigendes Handeln, insbesondere gegenüber Kindern und Frauen, sowie Pornografie und jegliche Form sexueller Erniedrigung. Daher wird vorwerfbares, bewusstes Fehlverhalten nicht toleriert; eine Zusammenarbeit mit dem Staat ist für uns unabdingbar. Wir schaffen eine Atmosphäre, in der Betroffene sich jemandem vertrauensvoll mitteilen können.
Es ist uns wichtig, dass die Heranwachsenden eine glückliche Kindheit und Jugendzeit erleben. Deshalb ist die Kinder- und Jugendarbeit für uns von zentraler Bedeutung.
Wir legen Wert auf ein vielfältiges Aktivitätsangebot, auch auf überregionaler und internationaler Ebene. Die Kinder und Jugendlichen sollen sich ihren Fähigkeiten entsprechend zu selbstständigen Persönlichkeiten entwickeln und selbst Verantwortung übernehmen können.
Wir schaffen Voraussetzungen, die auch der nächsten Generation ein Gemeindeleben mit guten Rahmenbedingungen ermöglichen.
In der Anfangszeit bestand unsere Glaubensgemeinschaft aus Privatpersonen, die sich ohne eine richtige Organisation zu Hausversammlungen getroffen haben. Wachsende Mitgliederzahlen und gesetzliche Vorgaben machten mit der Zeit eine professionellere Struktur als Verein notwendig. Offizieller Name der Gemeinschaft war zunächst Das Leben, später wurde daraus Die Christliche Gemeinde, kurz DCG. Da diese Bezeichnung jedoch missverständlich sein kann, bezeichnen wir uns heute einfach als DCG.
Die internationale Bezeichnung lautet Brunstad Christian Church (BCC).