Am 16. Dezember, ihrem 97. Geburtstag, fand die Beerdigung unserer lieben Schwester Else Heinkel statt. Viele Nachbarn und Freunde aus Nah und Fern begleiteten sie auf ihrem letzten Gang. Der Beerdigungstext aus Psalm 107,1 steht dafür, was ihr Leben prägte: „Danket dem Herrn; denn er ist freundlich und seine Güte währet ewiglich.“ Die anschließende Erinnerungsfeier war ein bewegendes Zeugnis dafür, was Gott in einem Menschen ausrichten kann.
Aus dem Leben von Else
Else wuchs in einem Bauernhof in Machtolsheim auf und musste in ihrer Kinder- und Jugendzeit hart arbeiten. 1953 heiratete sie ihren Ehemann Ernst Heinkel, der einen Friseursalon führte. Ihnen wurden zwei Kinder geschenkt. Kurz nachdem Else ihr Leben Jesus Christus übergeben hatte, wurde das Ehepaar Heinkel zusammen mit anderen Gläubigen aus der Umgebung zu einer Konferenz nach Leonberg eingeladen. Dort hörten sie Vertreter der heutigen Brunstad Christian Church. Deren Botschaft sprach sie an und Heinkels waren von Beginn an Teil der neu entstandenen Gemeinde. Die letzten sieben Lebensjahre verbrachte Else bei ihrer Tochter.
Unzählige Briefe geschrieben
Else war eine Christin in Wort und Tat. In einem Zeugnis, das als Videoclip zu sehen war, sagt sie: „Wenn mir etwas klar wurde, habe ich es sofort getan.“ So hörte sie in einer der ersten Gottesdienste davon, die Mitmenschen durch Briefe zu ermutigen. Augenblicklich begann sie und schrieb bis in ihr hohes Alter unzählige Briefe und Karten an Jung und Alt.
Liebe zu allen menschen
„Ich liebe die Menschen!“ – diesen Satz hörte man oft von Else. Es fiel ihr sehr leicht, Kontakte zu knüpfen, ganz gleich, ob es Freunde waren, Nachbarn oder Fremde. Direkt, einfach und herzlich sprach sie die Menschen an und wenn es passte, bezeugte sie ihren Glauben. Sie hatte einen besonderen Sinn für Humor und ein herzliches und ansteckendes Lachen.
Gleichzeitig war sie sehr feinfühlig und es war ihr ein großes Anliegen, dass ihr Verhältnis zu Gott und den Menschen immer in Ordnung war.
Eine treue Beterin
Else war eine treue Beterin. „Mach aus allem ein Gebet.“ „Ich bete für dich“, wie oft sagte sie das! Sie glaubte felsenfest daran, dass Gott Gebete erhört und erlebte dies auf vielfältige Weise. So betete sie dafür, dass ein verlegter Autoschlüssel gefunden wurde, für schönes Wetter, für kranke Menschen, für alle Nöte und Sorgen, die an sie herangetragen wurden. Es war ein großer Trost, wenn man wusste, dass Else betet.
Große Dankbarkeit
Besonders in den letzten Lebensjahren prägte sie eine große Dankbarkeit. „Saget Dank allezeit und für alles.“ Bis zu ihrem letzten Atemzug übte sie sich darin, selbst unter großen Schmerzen.
Eine treue Dienerin Gottes ist von uns gegangen. Wir behalten sie in liebevoller Erinnerung.

