Anfang März traf sich die 60+-Gruppe der DCG Lilienhof zu einem Ausflug nach Vogtsburg und einem Vortrag über ein Hilfsprojekt für Glaubensgeschwister in der Ukraine.
Treffpunkt für die dreizehn Teilnehmer war eine Strauße im Kaiserstuhl, in der es einen typisch badischen, jahreszeitlichen Löwenzahnsalat gab mit anschließendem Spaziergang.
Gegen Abend trafen sich alle im Jugendraum vom Lilienhof zu einem interessanten Vortrag mit dem Initiator des Hilfsprojekts: Dafür war der 77-jährige Ernst Gasser aus der BCC Schweiz mit seiner Frau Elisabeth angereist und gab Einblicke in die Initiative „Gewächshäuser in der Ukraine“. Unterstützt wurde er bei seiner letzten Reise im Februar von Manfred Schönberger der DCG Lilienhof.
In einem Film konnte die 60+-Gruppe hautnah den Aufbau der Gewächshäuser miterleben.
Hilfe zur Selbsthilfe
Seit über 25 Jahren treibt Ernst Gasser in der Ukraine diese Aktion, die man „Hilfe zur Selbsthilfe“ nennen kann: Er baut in der Schweiz nicht mehr benötigte große Gewächshäuser ab und baut sie in der Ukraine zusammen mit Freunden wieder auf. Meist Tomaten und Gurken, aber auch anderes Gemüse werden darin gezogen, geerntet und auf Märkten verkauft. Mehr als ein Dutzend Gewächshäuser entstanden so im Laufe der Jahre, die den Glaubensgeschwistern dort mit ihren Familien eine Einkommensmöglichkeit bieten.
Seine letzte Reise dorthin war im Februar 2026. Mit dabei war Manfred Schönberger von DCG Lilienhof, der als Elektriker dazu beitrug, dass ein Gewächshaus mit Warmluft versorgt werden konnte, um so die Erntezeit zu verlängern.
Sie berichteten auch über die internationale Glaubenskonferenz, die in den Tagen mit Glaubensgeschwistern aus Polen, Moldau, Norwegen, Dänemark, Deutschland und der Schweiz stattgefunden hatte. Inhaltsreiche Versammlungen wechselten sich ab mit vielen Gesprächen und Gedankenaustausch zwischen verschiedenen Nationen. Darüber hinaus gab es Berichte über das Kriegsgeschehen und die Folgen desselben auch für die Glaubensgeschwister.
„Es war ein unvergesslicher Abend mit vielen Einblicken in eine umfassende Hilfsaktion in diesem kriegsgebeutelten Land“, fasst Manfred Schönberger das Treffen zusammen. „Das hat bei allen einen starken Eindruck hinterlassen.“

